energie pflanzen

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energie pflanzen-Leseproben Jahrgang 2006

Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie pflanzen lesen. Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

 

Titelseite 1/2006

 

Themen der Ausgabe 1/2006

» Fünf Biogasanlagen sollen Vorbild sein «

Biogas boomt – doch wo Licht ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Biogasanlagen machen nicht nur Negativschlagzeilen, wenn sie schlecht in die Landschaft integriert sind oder gegen den massiven Protest vor Ort durchgesetzt wurden, sondern auch, wenn sie am Rande der Wirtschaftlichkeit laufen oder gar rote Zahlen schreiben.

Um technisch und betrieblich vorbildliche Biogasanlagenkonzepte zu fördern und zur Nachahmung zu empfehlen, hat das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft den Wettbewerb „Clevere Landwirte geben Gas“ ausgeschrieben. Gesucht wurden landwirtschaftliche Betriebe mit Biogasanlagen, die eine biologisch und technisch effiziente Biomasseverwertung umgesetzt sowie ihre Arbeitswirtschaft mit der Biogasanlage gesamtbetrieblich optimiert haben.

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» Hackschnitzeltrocknung mit Kompostiervlies «

Mit der steigenden Zahl von Hackschnitzelheizungen und Holz-Heiz(kraft)werken stellt sich immer öfter auch die Frage der kostengünstigen Lagerung und Trocknung des Hackgutes. Dies umso mehr, wenn Bäume zum Beispiel aus Forstschutzgründen waldfrisch gehackt und in der heizungsfreien Zeit mehrere Monate gelagert werden müssen.

Eine kostengünstige Möglichkeit zur Trocknung der Hackschnitzel ist die Lagerung unter freiem Himmel. Eine Lagerung des Hackgutes ohne Abdeckung birgt allerdings wegen der Niederschläge die Gefahr eines unnötigen Qualitätsverlustes der Hackschnitzel. Abhilfe schaffen kann hier die Abdeckung des Hackschnitzelhaufens mit einem im Kompostbereich handelsüblichen Vlies.

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Titelseite 2/2006

Themen der Ausgabe 2/2006

» Brennholztrocknung mit der Biogasanlage «

In Marienmünster wird jetzt mit der Abwärme einer Biogasanlage Scheitholz getrocknet. Die Biogasanlage  betreiben die Landwirte Hans Büttner und Johannes Potthast. Der Brennholzhändler Theo Dommes aus Altenbeken nutzt zur Zeit einen Teil der Abwärme und trocknet sein Scheitholz damit. Die Trommeltrocknung läuft als Vorführanlage der Firma S&Ü aus Löwendorf-Marienmünster.

Nachdem eine Versuchsanlage auf dem Hof des Brennholzhändlers Dommes zufriedenstellend arbeitete, wollte S&Ü die Kapazität deutlich erhöhen. Konnte die erste Anlage nur zwölf Schüttraummeter trocknen, gehen in die neue Anlage gewaltige 50 Schüttraummeter rein.

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» Offshore auf der Wartebank «

Die Offshore-Windenergie hat momentan einen schweren Stand. Auch das Pionierprojekt Butendiek befindet sich in der Warteschleife. Dennoch setzen  die Initiatoren weiterhin auf einen Projektstart noch vor 2010. Noch vor fünf Jahren konnte das Wort „Offshore“ Akteure der deutschen Windenenergiebranche elektrisieren. Damals erhielten die ersten beiden Projekte zur Windenergiegewinnung auf offener See, Prokon Nord und OSB Butendiek GmbH & Co KG, ihre Baugenehmigungen vom zuständigen Hamburger Bundesamt für Hydrographie und Seeschiffahrt. Spätestens 2005 sollten, so die damalige Hoffnung, die ersten Windmühlen auf der Nordsee  grünen Strom erzeugen.


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Titelseite 3/2006

Themen der Ausgabe 3/2006

» Weizen statt Zuckerrüben «

Als richtungsweisend gilt das 2005 in Betrieb gegangene Bioethanolwerk der Südzucker AG in Zeitz. Hier ist nicht die Zuckerrübe, sondern Weizen der Rohstoff für die Vergärung, bei der der Biokraftstoff Ethanol entsteht. Was in Brasilien und den USA schon lange üblich ist – das Autofahren mit Ethanol – soll sich auch bei uns etablieren. energie pflanzen besuchte das Werk.

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» Bisher größte Brennstoffzelle in Biogasanlage «

Erstmals wird Biogas in größerer Menge mit Hilfe einer Brennstoffzelle verstromt. Mit bis zu 245 Kilowatt Leistung erreicht das „HotMudule“ eine derzeit einmalige Größe. Zur Biogaserzeugung verarbeitet die Anlage in Leonberg im Kreis Böblingen 100 Tonnen Bioabfälle pro Tag, die in einem Trockenfermenter vergoren werden. Das entstehende Biogas wird teilweise in der Brennstoffzelle „HotMudule“, teilweise in herkömmlichen Blockheizkraftwerken verstromt.


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Titelseite 4/2006

Themen der Ausgabe 4/2006

» Erfahrungen und Ressourcen nutzen «

Eine Biogasanlage betreiben, ohne die kompletten Investitionskosten auftreiben zu müssen – der Landwirt Ludgar Brinker aus Hemsbünde-Hassel in Niedersachsen schaffte dies mit Hilfe der Agricapital GmbH. Die Gesellschaft aus Greven im Münsterland bietet Landwirten, die Biogasanlagen bauen wollen, aber die Investitionen nicht aufbringen können oder den Aufwand scheuen, Verträge zur Zusammenarbeit an. Die Art dieser Zusammenarbeit wird nach den Wünschen und Gegebenheiten der Partner ausgerichtet. In Hemsbünde-Hassel gründeten das Unternehmen und der Landwirt die gemeinsame „Biogasanlage Brinker Hassel GmbH & Co KG“, von der die im August eröffnete Biogasanlage betrieben wird.

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» Wie aus Holzspänen Pellets werden «

Pellets boomen. Die Zahl der in Deutschland installierten Pelletkessel hat 2005 um 60 Prozent zugenommen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat die Firma Compactec in Straubing eines der größten Pelletwerke Mitteleuropas gebaut.

„Wir gehen mit hoher Brutalität an die Späne ran, um das Lignin, das für die Druckfestigkeit des Holzes sorgt, aus der Verbindung mit der Zellulose rauszupressen,“ erklärt Alexander Schulze den Vorgang beim Pelletieren. Das Lignin hält als sozusagen holzeigener "Klebstoff" die Zellulose zusammen. Durch die Kombination aus Druck und Temperatur verflüssigt es sich, und Zellulose und Lignin können in neuer Struktur wieder zusammengefügt werden.


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Titelseite 5/2006

Themen der Ausgabe 5/2006

» Biogas aus der Komfortgarage «

Hohe Methangehalte im Biogas, stabile Mikrobiologie und kein Ärger mit Schwimmschichten oder blockierten Rührwerken auf der einen, noch ungelöste Detailfragen auf der anderen Seite: Die Trockenfermentation kommt in der Praxis der landwirtschaftlichen Biogaserzeugung an.

Gerade für reine Nawaro-Biogasanlagen ohne Güllezusatz verspricht das Verfahren der Trockenfermentation deutliche Verbesserungen. Anstatt wie bei der üblichen Naßfermentation eine rührfähige Masse zu vergären, wird hier das Substrat mit dem Radlader in gasdichte Container gestapelt. Dann wird die Box luftdicht verschlossen, und die Fermentation beginnt. Die Gärmasse wird durch Berieselung mit umlaufendem Perkolat, auch Prozeßwasser genannt, feucht gehalten und das entstehende Biogas genutzt.

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» Sauber heizen mit Landschaftspflegeheu «

Milchvieh- und Mutterkuhhaltung gehen zurück, gleichzeitig steigen die Energiepreise. Heu als Brennstoff wird deshalb zunehmend interessant. Gleichzeitig stellen die sogenannten halmgutartigen Festbrennstoffe Heu, Stroh und Getreide besondere Anforderungen an Feuerungstechnik und Abgasführung. Mit einer 30 kW-Versuchsanlage erprobte die Landesanstalt für landwirtschaftliches Maschinen- und Bauwesen der Universität Hohenheim Einsatzbereiche und Optimierungsmöglichkeiten der Heufeuerung in der Praxis.


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Titelseite 6/2006

Themen der Ausgabe 6/2006

» Richtfest für 20 Megawatt aus 40 Biogasfermentern «

Nichts für Bauern ist die Größenordnung, mit der die Firma "Nawaro Bioenergie" ihre Biogasanlagen projektiert. Finanziert aus Fonds sucht sie sich Standorte mit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und greift für ihre Anlagen auf bewährte Technik zurück.

Der Nordosten Vorpommerns ist Urlaubsregion und strukturschwach zugleich. An der Autobahn hinter Schwedt Richtung Stettin scheint seit mindestens 60 Jahren nichts mehr gemacht worden zu sein, wenig später ist sie nur noch zweispurig wie eine Landstraße. Die Ausfahrt Penkun ist noch mit Kopfsteinen gepflastert. Doch die querende Bundesstraße ist neu geteert, der Hinweis „Gewerbegebiet Klarsee“ gut zu lesen und wenige Hundert Meter weiter zweigt schon die Zufahrt ab – in eine völlig andere Welt: Die Baustelle für den Bioenergiepark Klarsee. Er soll der größte der Welt sein.

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» Nicht länger das Aschenputtel der Holzbranche «

Die wachsende Schar der Holzheizungen braucht große Mengen ofenfertiger Brennstoffe. Die Branche reagiert: Vielerorts entstehen Anlagen zur Brennholztrocknung. Sie sparen Zeit und ermöglichen eine optimale Verbrennung. Betrieben wird die technische Trocknung mit Abwärme oder Holzfeuerung und paßt so zum umweltfreundlichen Brennstoff Holz. Forstfachleute aus Chile informierten sich auf einer Exkursion im Weserbergland über aktuelle Entwicklungen bei der Brennholzbereitung.


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