energie pflanzen

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energie pflanzen-Leseproben Jahrgang 2008

Wer immer gut informiert sein will, muß die Zeitschrift energie pflanzen lesen. Kompetente Fachinformationen rund um nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien.

 

Titelseite 6/2008

 

Themen der Ausgabe 6/2008

» Elektroautos auf die Startrampe,

Biokraftstoffe aufs Abstellgleis «

Auf dem Biokraftstoffmarkt herrscht Finsternis: Die Beimischquote soll gesenkt werden, in Reinform sind Biodiesel und Pflanzenöl seit der Besteuerung kaum noch gefragt. Die Politik scheint indessen mit der Elektromobilität einen neuen Liebling gefunden zu haben.

„Seit der Besteuerung der reinen Biokraftstoffe hat sich die Zahl der Biodiesel-Tankstellen mehr als halbiert – von 1.900 auf weniger als 900“. Helmut Lamp, Vorsitzender des Bundesverbands Bioenergie (BBE), zeichnete ein düsteres Bild des derzeitigen Biokraftstoffmarktes und nannte konkrete Beispiele: Für den Aufbau einer Biodieselproduktion in einem nördlichen Bundesland seien vor drei Jahren über vier Millionen Euro Investitionshilfe gezahlt worden. Vor einem halben Jahr sei dort der Betrieb eingestellt worden. Von 50 Anlagen in Deutschland hätten bereits etwa 20 Prozent die Produktion aufgeben müssen, was heißt, daß innerhalb kürzester Zeit Millionen von Steuergeldern verbrannt worden seien!

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» Strom aus heißer Luft «

Nur mit von außen zugeführter Wärme kann ein Stirlingmotor Strom erzeugen. Die neuen Energiezwerge, die zur Zeit entwickelt werden, sind leise und platzsparend. Sie versorgen ein Einfamilienhaus mit Strom, Warmwasser und Raumheizung.

Ein Motor, bei dem keine Abgase rauskommen und der nur von Wärme angetrieben wird? Ende des 19. Jahrhunderts erlebte der „Heißluftmotor“ eine Blütezeit. Er war für damalige Verhältnisse ein Massenprodukt, wurde vor allem zum Antrieb von Tischventilatoren, Wasserpumpen oder Kleingeräten wie Nähmaschinen genutzt. Mit der flächendeckenden Elektrifizierung im 20. Jahrhundert wurden diese Einsatzbereiche dann praktisch ausschließlich von Elektromotoren übernommen. Außerdem drängte der Erfolg von Otto- und Dieselmotoren als Fahrzeugantrieb den Stirling in ein Nischendasein, weil dieser für schnelle Lastwechsel ungeeignet ist. Vor dem Hintergrund von Klimawandel und effizienter Energienutzung erlebt der Stirlingmotor derzeit eine Renaissance: Von den USA über Europa bis nach Neuseeland – überall auf der Welt arbeiten Entwicklungsfirmen an der Serienreife von Stirlingmotoren im kleinsten Leistungsbereich. In Blockheizkraftwerken (Bhkw) sollen sie als stromerzeugende Heizung für Einfamilienhäuser eingesetzt werden.

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Titelseite 5/2008

 

Themen der Ausgabe 5/2008

» Was die anderen nicht nutzen können «

Da Mais kaum mehr zur Verfügung stand, Gras und Mist aber umso mehr, suchten und fanden die Brüder Siemke in der Elbtalaue mit dem Boxenfermenter von Bioferm eine fast konkurrenzlose Nische.

Das erste von zwei Gespannen aus einem Traktor und zwei Anhängern fährt auf die Achswaage hinter dem Tor zur Biogasanlage Breese in der Marsch in der Elbtalaue. Henry Gausmann stellt den Motor des Radladers ab, mit dem er eben auf dem Hof noch Substrate mischte, und flitzt zum PC. Hier laufen die Daten der Waage auf und wird die angelieferte Menge registriert. Die Anhänger sind hoch beladen mit Grassilage.

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» Algen-Hochburg Hamburg «

Keine anderen Pflanzen haben soviel Power wie Algen: Sie produzieren ungefähr zehnmal so viel Biomasse wie Landpflanzen. Deshalb setzen viele Energieexperten langfristig hohe Erwartungen in die Wasserpflanze. Eine Pilotanlage in Hamburg soll technologischen Schub bringen.

Einigkeit überall. Hamburgs Umweltsenatorin Anja Hajduk unterstrich die Zukunftsträchtigkeit der Algen, Eon-Vorstandsmitglied Bernhard Fischer sprach sogar von einem „neuen Stern am Himmel“ der erneuerbaren Energien und auch die übrigen Projektpartner waren voll des Lobes für den Start des Algen-Kraftwerks en miniature.

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Titelseite 4/2008

 

Themen der Ausgabe 4/2008

» Viele Extras für die Forschung «

Zu viele Fragen lassen sich mit Laborversuchen nicht beantworten. Deshalb baute die Uni Hohenheim auf ihrer Versuchsstation in Eningen eine Biogasanlage im Praxis-Maßstab, in der jedoch gemessen wird wie im Labor.

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» Vom Solar-Kollektor in die Erde «

Im baden-württembergischen Neckarsulm arbeitet der erste Erdsonden-Wärmespeicher Deutschlands. Tief im Untergrund speichert er die Wärme zahlreicher Solarkollektoren und liefert so klimafreundliche Wärme für den Stadtteil Amorbach.

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Titelseite 3/2008

 

Themen der Ausgabe 3/2008

» Probleme sind oft hausgemacht «

Blauäugige Landwirte und unseriöse Planungen sind oft die Ursachen für wirtschaftliche Probleme von Biogasanlagen. Häufig sind sie zu groß oder es wurde zu viel Fremdkapital eingebracht. Weitere Knackpunkte sind genügend Anbauflächen und die Nutzung der anfallenden Wärme.

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» Autofahren mit Stroh und Algen «

Die Anbauflächen für Energie- und Ölpflanzen sind ein begrenzender Faktor für Biokraftstoffe. Die sogenannte 2. Generation von Biokraftstoffen nutzt Abfallstoffe oder neue Herstellungsverfahren. Auf Tagungen in Berlin und Hannover wurde der aktuelle Forschungsstand vorgestellt.

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Titelseite 2/2008

 

Themen der Ausgabe 2/2008

» Strom aus Schweinekot «

Entstanden aus einer Mischung von vorhandenen Ressourcen, Nachfrage und eigenen Ideen entwickelte die Firma Farmer Automatic eine Vergasungsanlage für Schweinekot, die für manchen Mastbetrieb das Problem der Gülleentsorgung entschärfen könnte, dazu Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien erzeugt und an den Durchschnittsbetrieb angepaßt ist.

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» „Rabauken“ und „Diven“ trennen «

Eine zweistufige Vergärung durch das Vorschalten einer Hydrolyse steigert die Biogasausbeute, weil Zellulose besser abgebaut wird. Das erweitert das Spektrum der Einsatzstoffe: Sogar Landschaftspflegematerial wird dann zu einem Substrat mit Wert.

„Wir brauchen eine Biogastechnologie, die den Verdauungstrakt der Kuh simuliert“, sagt Walter Danner. Der Agraringenieur arbeitet schon seit vielen Jahren als Regionalentwickler, seit 1994 beschäftigt er sich auch mit Biogas. Mit seinem Unternehmen Biomasse-Energie GmbH (BME) plant er „Rottaler-Modell“-Anlagen.

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Titelseite 1/2008

 

Themen der Ausgabe 1/2008

» Biogas vom Bauern für Stadtwohnungen «

In Ronnenberg bei Hannover produzieren und verkaufen Landwirte Biogas an die Stadtwerke Hannover. Diese wiederum bereiten es selbst auf, speisen es in ihr eigenes Gasnetz ein und verbrennen es in Kraftwärmekopplung dort, wo die Wärme gebraucht wird. Der Aufbereitung und Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz sagen Experten eine große Zukunft voraus. Doch so richtig voran geht es dabei nicht, mag mancher Beobachter denken. Denn seit die beiden Anlagen im bayrischen Pliening und in Straelen am Niederrhein ans Netz gegangen sind, ist mehr als ein Jahr vergangen. Doch der erste Eindruck von Untätigkeit und Abwarten trügt.

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» Gute Chancen in Entwicklungsländern, aber wenig Maschinen «

Die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit lotet mit ihrem TERNA-Programm seit vielen Jahren die Windenergiepotentiale in Entwicklungsländern aus. Fazit einer Studie: In vielen Ländern des Südens gibt es konkrete Chancen, aber derzeit fehlen die passenden Anlagen. Windenergie ist wahrlich kein Privileg wohlhabender Länder. Da Wind überall auf dem Globus weht, gibt es nicht nur an den Küsten der Nordsee gute Standorte für Windräder: Genauso gute Bedingungen herrschen auch am Horn von Afrika, im Maghreb oder am Indus.

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