Kotschenreuther gibt Gummi (Fortsetzung)
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Der maximale Lenkeinschlag verringert sich kaum. |
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Die Schwenkrollen sind neuerdings direkt in den Seilturm eingelassen. |
Basis des Soft-Track ist der bewährte Kotschenreuther Forsttraktor. Anstelle der Räder werden Gummiraupen-Laufwerke eines kanadischen Herstellers montiert, die bereits seit Jahren in der Land- und Bauwirtschaft Verwendung finden. Anpassungen der Hard- und Software sind nicht nötig, eine synchrone Antriebsgeschwindigkeit von Vorder- und Hinterachse wird durch Verwendung unterschiedlich dimensionierter Laufwerke gewährleistet. Die Breite der Raupen beträgt 50 Zentimeter an der Vorderachse und 65 Zentimeter an der Hinterachse, die Gesamtaufstandsfläche liegt bei rund 3,8 Quadratmeter. Hieraus ergibt sich ein Bodendruck von 0,329 Kilogramm pro Quadratzentimeter, hat man im Hause Kotschenreuther ausgerechnet. Seine Stärken kann der Soft-Track vor allem auf Weichböden ausspielen, wo er weniger Bodenverwundungen und -verdichtung hinterläßt, aber auch mit besserer Traktion überzeugen soll: Nach Angaben des Laufwerk-Herstellers liegt die Zugkraft auf schlammigem Untergrund um bis zu 330 Prozent über der einer Radmaschine.
Daß Kotschenreuther diese Option entwickelte, heißt natürlich nicht, daß der Forsttraktor mit Rädern besonders bodenschädigend wäre; vielmehr waren es bestehende oder angedrohte Vorschriften, die das Team um Geschäftsführer Eugen Kotschenreuther zum Handeln zwang. In einigen Revieren wollen die Förster bereits jetzt keine Vierrad-Seilschlepper mehr arbeiten lassen. Mit den Raupenlaufwerken hat der Forstunternehmer ein gewichtiges Argument, um auch in Beständen mit problematischen Böden an Aufträge zu gelangen; ob die Auftraggeber dann auch bereit sein werden, sich an den nicht unerheblichen Anschaffungskosten in Form einer höheren Vergütung zu beteiligen, bleibt leider mehr als fraglich.
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