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Ein HSM 208F Zehntonner mit starkem Kran Epsilon X140F102 für die Laubholzrückung

Es ist Sommer. Eine Jahreszeit, in der viele Forstunternehmer ihre Maschinen parken müssen, da wenig Holz eingeschlagen wird. Auch beim Forstunternehmen Fleischmann aus dem unterfränkischen Kist bei Würzburg ruht der Einschlag. Doch auf dem Holzhof der Firma rollt eine HSM-Achtradmaschine und rückt Holz.

Das Forstunternehmen Fleischmann baut auf Vielseitigkeit: Gegründet in den 70er Jahren vom Vater übernahm Reinhold Fleischmann in den 80ern den Betrieb. Der 62jährige studierte einst Marketing und arbeitete in diesem Bereich lange in einem großen Unternehmen. Diese für Forstdienstleister untypische Vorbildung war vielleicht gar nicht die schlechteste Voraussetzung, den Betrieb auf der Erfolgsspur zu halten.

Brennholztrocknung auf dem Asphalt

Denn der Forstbetrieb Fleischmann steht auf vielen kräftigen Standbeinen: Neben den forstlichen Tätigkeiten wie motormanuellem Einschlag und Rückung, Zaunbau, Pflanzung und Bestandespflege verdient der Betrieb mit Landschafts- und Grundstückspflege aller Art und der Energieholzbereitstellung Geld. Imposant ist zudem der Organisationsgrad beim Brennholzgeschäft: Das Brennholz verarbeitet und lagert das Unternehmen auf einem ehemaligen Militärgelände im Wald – viel befestigte Fläche für Logistik und Maschinen. Aus Überzeugung, aber auch weil Reinhold Fleischmann über entsprechenden Lagerplatz verfügt, trocknet er sein Brennholz lose sowie gebündelt auf dem Asphalt. Eine künstliche Trocknung lehnt er ab: „Zusätzlich Energie aufzuwenden, um Energie zu erzeugen, finde ich unverständlich“, sagt Reinhold Fleischmann.

Mit bis zu 15 Mitarbeitern, elf Forstschleppern beziehungsweise Skiddern aller Marken schwärmt das Unternehmen im Raum Unterfranken aus, um sich dem Holz zu widmen. Weil das Unternehmen lange Einsatzwege meidet, kann der Transport aller Sortimente mit Schleppern und 13 verschiedenen Anhängern bewerkstelligt werden. Seit wenigen Wochen reiht sich eine neue Maschine in die Phalanx der Forsttraktoren und Skidder ein: Auf dem Holzhof arbeitet derzeit Sebastian Fleischmann, der Neffe des Chefs und einer der Hauptfahrer, einen HSM 208F Achtrad ein. Eigentlich für den Forsteinsatz gekauft, schichtet Fleischmann in der auftragsarmen Sommerzeit langes Brennholz so um, daß die Mitarbeiter an den Spaltautomaten schnellen Zugriff darauf haben.

Spezialkorb für den HSM

Das Unternehmen Hohenloher Spezial-Maschinenbau (HSM) bietet den 208F als Vierzylinder und als Sechszylinder an. Während die Sieben- und Neun-Tonner mit Vierzylindermotoren ausgestattet werden, verfügen die Zehn bis 14-Tonner über Sechs Zylinder. Im HSM 208F des Unternehmens Fleischmann steckt ein Iveco Sechszylinder Common-Rail Turbo Diesel mit 250 PS und der Abgasnorm Tier IIIB. Speziell an dieser Maschine ist der Rungenkorb: 2.000 bis 3.000 Ster Brennholz im Jahr produziert das Unternehmen Fleischmann. Für den Brennstoff aber auch in der täglichen Arbeit im Wald fallen unterschiedlichste Sortimente an. Deshalb wünschte sich Fleischmann für seine HSM-Kombimaschine 208F einen variablen Rungenkorb. Grundsätzlich handelt es sich beim HSM um einen Zehn-Tonnen-Tragschlepper. Dessen Rungenkorb, also zweite bis vierte Runge, können abgehoben und mit einer 1,6-Quadratmeter-Klemmbank getauscht werden. Auf Wunsch des Kunden schweißten die HSM-Techniker dem Rungenkorb aber noch vier zusätzliche Laschen an, zwei auf jeder Seite. Mit Muttern gesicherte Zapfen fixieren hierüber den Korb auf dem Maschinen-Rahmen. Im Rahmen befinden sich mehrere Bohrungen. Darüber kann der Korb ganz nach hinten – dann mit etwas Rahmenüberhang – oder nach vorne Richtung Gatter versetzt und fixiert werden. Ebenso kann der Korb gedreht und dann so montiert werden, daß die zweite Runge sehr nah an die erste festmontierte Runge rückt.

Julian Delbrügge

Der komplette Artikel ist in der Ausgabe FORSTMASCHINEN-PROFI August 2016 erschienen.